Dark & Lo-Fi

Rock’n'Roll mit Brille

Berenice Abbott und Beat Streuli

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Ausstellungskritiken aus philtrat 28, Juni 1999

Berenice Abbott (Teil 1)

Berenice Abbott (Teil 2) und Beat Streuli

Written by cdeck

August 30, 2008 at 6:02 pm

Die Polizei im Zeitalter des Understatements

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Etwas verspätet ein paar Worte zu The Last Shadow Puppets live: 

Dank einer überaus glücklichen Fügung des Schicksals durfte ich am Dienstag in den heiligen Hallen der BBC eine Aufzeichnung für “Later… with Jools Holland” mitverfolgen. Alex Turner und seine Droogs (neben den regulären Bandmates ein ganzes Orchester!) begeisterten dabei ein illustres Publikum – von Pixie Geldof über die Klaxons in der Promi-Loge bis hin zu uns Normalos, die in den übrigen Ecken des Studios jubelten. Auch mir selbst bleibt in der Tat nichts übrig, als den virtuellen Hut vor ihren eingängigen Songs mit grandiosen Streicher-Arrangements zu ziehen – erdacht von niemand geringerem als Owen Pallett von Final Fantasy himself. Scott Walker war der Bezugspunkt, der mehrmals im Lauf des Abends fiel, und den ich an dieser Stelle unkommentiert stehen lassen möchte. 

Überhaupt war das Programm der Sendung nicht schlecht: die legendäre Sharon Jones and the Dap-Kings, Devotchka, Phil Campbell, Toumani Diabate aus Mali und die wieder auferstandenen Portishead. Ausnahmslos alle waren beeindruckend, letztere jedoch wirkten mit einem Riesenaufbau an Elektronik auf ihrem Bühnenabschnitt im Vergleich zu den handgemachten Sounds ihrer Mitstreiter etwas unzeitgemäß.

Man darf also hoffen, dass auch in Zukunft das Herzblut wieder ein bisschen ungefilterter in die aktuelle Popmusik einfließt. In diesem Zusammenhang möchte ich hiermit jedem wärmstens Joan Wasser aka “Joan As Police Woman” empfehlen. Die Dame ist nicht nur Multiinstrumentalistin, sondern auch eine fantastische Sängerin, und veröffentlicht im Juni ihr neues Album “To Survive”. Gestern stellte sie es im Rahmen eines kleinen Clubkonzerts im Roundhouse Studio in Camden vor. Unterstützt von Drummer Parker Kindred und Bassistin Rainy Orteca sang sich Joan durch die neuen Songs – zum Teil am Keyboard, den Rest der Songs an der Gitarre. Ihr beeindruckendstes Instrument aber ist ohne Zweifel ihre raumfüllende Stimme, die in ihrer Vielschichtigkeit an Feist und Nina Simone erinnert – nur etwas weniger gefällig. In Kombination mit etwas schrägen, jazzigen Songs entstand eine ganz besondere Atmosphäre in dem ca. 150 Personen fassenden Raum. Man fühlte sich gedanklich in eine verrauchte Kellerbar in New York versetzt, aus der man nach der Show in eine heiße Sommernacht treten gewollt hätte, um mit seinem Liebsten barfuß den Heimweg in ein überhitztes und schlecht gelüftetes Apartment anzutreten, um dort die verschwitzte Nacht mit einer Flasche Rotwein zu teilen…

Umso  harscher wurde man also in die Realität zurück geholt, als man nach dem knapp einstündigen Konzert “erwachte”, und aus dem kuschligen Roundhouse nach draußen auf die Chalk Farm Road trat. Dort wehte ein verdammt eisiger Wind und erinnerte einen daran, dass es noch eine Weile hin ist bis zum Sommer in London…

Video: Joan As Police Woman – The Ride

Written by cdeck

April 17, 2008 at 11:36 pm

Alex Turner – auch nur eine Marionette der Popindustrie?

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Alex Turner ist wohl nicht ganz ausgelastet mit seinem Job als Frontman der Arctic Monkeys… jedenfalls ist es ihm gelungen, so ganz nebenbei (vermute ich mal ganz naiv) eine großartige Single mit dem Sideproject “The Last Shadow Puppets” aus dem Ärmel zu schütteln.
Eindeutig der beste Song, der momentan so auf Radio 1 dudelt. Im Gegensatz zu meiner früheren Annahme ist britisches Radio im Durchschnitt nämlich leider auch nicht besser als deutsches (mit Ausnahme des wirklich absolut unerträglichen bayerischen Rundfunkangebots). Selbst der Indie-Sender Xfm kann mit z.B. dem österreichischen FM 4 nicht mithalten. Schade eigentlich. Wo es hier doch so viel musikalisches Talent gibt… Aber überhaupt ist mir aufgefallen, dass auch hier die Medien mit ihrem Angebot großenteils auf Nummer Sicher gehen. Fair enough, ist ja alles Business… seh ich schon ein – aber leider auch langweilig.

Wie auch immer. Watch the video. Buy the 7″ (out today).
And guess who’s gonna see them live tomorrow?? Very excited about it.
Mehr dazu dann also übermorgen.

Video: The Last Shadow Puppets – The Age Of The Understatement

Written by cdeck

April 14, 2008 at 12:41 pm

Posted in Music

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Vorwort

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Dieser Blog ist Teil meines Vorhabens, jene Äußerungen von Myspace weg zu verlagern, die über den Zweck dieses Netzwerks hinaus weisen, und ihnen angemessen mehr virtuellen Platz einzuräumen.

Ungefähr vor einem Jahr habe ich angefangen, auf Myspace zu bloggen – vornehmlich, da ich mich damals in der (auswendig-)lernintensivsten Phase meines bisherigen Lebens, d.h. kurz vor meinen Magisterprüfungen, befand, und das Internet mir zu diesem Zeitpunkt als einzige Verbindung zur Außenwelt erschien, über das ich nicht nur Kontakt mit meinen Freunden halten sondern auch großartige Musik entdecken konnte, ohne meinen Schreibtisch zu verlassen.

Seitdem habe ich in lockerem Abstand über folgende Themen geschrieben:

Lily Allen (Mai ‘06)

Pinkpop 2006 (Juni ‘06)

Zimbls Tod (Juni/Juli ‘06)

The Science of Sleep (Juli ‘06)

Paul King (August ‘06)

Alkohol in London (August ‘06)

Max Martin/ Gregg Alexander (September ‘06)

Zwartboek (Black Book) (Oktober ‘06)

Tim Burgess (November ‘06)

Klaxons (Dezember ‘06)

Kele Okereke (Januar ‘07)

Gilbert and George (Januar ‘07)

Hot Fuzz (Februar ‘07)

Einiges davon kann man bei Interesse noch auf meiner Myspace-Seite auf Englisch nachlesen. Ich habe mich allerdings dafür entschieden, den Blog ab jetzt weitgehend auf Deutsch zu führen, in der Hoffnung dass ich in meiner Muttersprache weniger Gefahr laufe, übermäßig in Floskeln zu verfallen, die man bereits an unzähliger Stelle gelesen hat.

An dieser Stelle gelobe ich also, mich möglichst präzise auszudrücken, um meine Leser angemessen zu unterhalten, und fordere explizit zum Feedback – sei es positiv oder negativ – auf.

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Prost, Markus!)

Mach doch mal hinne… (Vorwort zum Vorwort – totally random ramblings)

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Der aufmerksame Leser fragt sich also: Und, warum hat es so lange gedauert seit dem letzten Eintrag auf myspace? Schreibblockade? Prokrastination?

Ganz und gar nicht. Aber ein klassischer Teilzeit 9-5 lässt erstaunlich wenig Zeit und Muße für was anderes… und wenn das Andere dann auch noch alles so interessant ist! Da will man mit seinem Geschreibsel gar nicht fertig werden.

Beispielsweise Lebensweisheiten aus dem Mund von Graham Coxon.
“London’s a good place, but I don’t know why anyone living in London doesn’t feel like an idiot living there.”

Was soll man dem noch hinzufügen? Vielleicht dass man sich gerne auch mal wie ein Idiot fühlen würde. Nicht, dass das nicht eh schon häufig genug der Fall wäre, aber wenn der Grund dafür wäre, dass man in London lebt, hätte ich nichts dagegen.

Verwirrend? Tja, das ist genau der Grund warum ich mein Privatleben nach Möglichkeit hier nicht ausbreiten werde. Es ist alles auch so schon verwirrend genug. Nur soviel: Der Mai ist mein Lieblingsmonat. Die Bäume sind endlich wieder grün und viele Bands nutzen das schöne warme Wetter um zu touren und in ihren schwarz lackierten Bussen ordentlich zu schwitzen.

Written by cdeck

April 27, 2007 at 10:59 am

Posted in Music

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